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Individueller Service rund um den FachtextMan muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)

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Kommentar zu meinem letzten Blog bzw. Fachartikel:

Bei allem Respekt vor den medizinischen Fortschritten halte ich die Reproduktionsmedizin unter Vorbehalt für zumindest fragwürdig. Ich akzeptiere den Kinderwunsch in Partnerschaften und habe demzufolge auch Verständnis für Familiengründung. Sollte der Kinderwunsch allerdings zum inneren Zwang geraten, auf natürlichem Weg nicht erfüllbar sein und künstliche Befruchtungen in vivo oder in vitro angestrebt werden, so ist dies zweifelhaft. Ich bin weder Moralapostel, noch Ethik-Fetischist geschweige denn Mitglied der Katholischen Kirche! Eizellspende und Leihmutterschaft sind in Deutschland ohnehin verboten (s. voriger Artikel), anonyme Samenspende ist legal. Insbesondere Leihmütter aus dem Ausland, möglicherweise auch noch eingeschleust und in finanzieller Not, werden von wohlhabenden Möchtegern-Eltern bezahlt bis genötigt. Dies ist juristisch nicht mehr vertretbar, insbesondere, da sie Anspruch auf ihr leibliches Kind haben. Ich stimme daher dem Urteil des EGMR zu.
Im Übrigen kann es nicht sein, dass sich eine Ehe oder Partnerschaft allein auf auf das Vorhandensein von Kindern gründet. Mit Liebe hat dies wohl wenig zu tun, schlimmstenfalls mit Alibi-Funktion. Zudem gibt es Alternativen. Leider ist das Adoptionsrecht in Deutschland recht eng gestrickt. Nicht alle sind Promis, heißen Madonna, "Brangelina" (USA) oder Gerhard Schröder. Letzterer hat ja trotz überschrittener Altersgrenze einen sehr guten Freund in Russland, in Fachkreisen Wladimir Putin (tiefgläubiger Christ und Gasexperte), der gerne Kinder aus Heimen in St. Petrsburg vermittelt.
Soviel zu diesem Thema.

Bis zum nächsten Mal

Dr. Silke Vieweg